USB 3.0 Hubs

25. Mai 2013

EX-1188HMSAlle neuen Macs haben USB 3.0. Viele haben dafür kein FireWire, was man allerdings bei Bedarf leicht nachrüsten kann.

Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit, denn USB 3.0 ist zehnmal so schnell wie das bisherige USB 2.0 und damit endlich wieder schneller als fast alle Festplatten – und übrigens auch wesentlich schneller als FireWire.

Die meisten Festplatten mit USB 3.0 funktionieren gut, auch wenn es Ausreißer gibt, wie ein beliebtes Modell, das sich gerne im Betrieb spontan abmeldet und erst nach Aus- und Wiedereinschalten überhaupt wieder als USB-Gerät zu erkennen gibt. (Es hat übrigens einen USB-Controller-Chip von VIA mit Firmware-Version 3.0.7.)

Anders sieht es leider bei den Hubs aus. Die meisten USB 3.0 Hubs, die ich bisher getestet habe, sind fehlerhaft und funktionieren schlecht bis gar nicht. Bei der Einführung von USB 2.0 vor vielen Jahren gab es übrigens ähnliche Kinderkrankheiten.

Wenn man USB 3.0 Festplatten über ein Hub anschließt, muß man im schlimmsten Fall damit rechnen, daß die übertragenen Daten still und heimlich beschädigt werden. Man kann sich fast schon glücklich schätzen, wenn nur ab und zu die Verbindung verlorengeht.

Nur Hubs mit dem Controller-Chip GL3520 von Genesys Logic haben in meinen Tests noch keine Fehler gezeigt. Im Bild zu sehen ist ein Hub EX-1188HMS von exsys, das diesen Chip verwendet, und es hat schon unter Last mit 7 Festplatten über mehrere Tage hinweg alle Daten fehlerfrei übertragen. Leider ist dieser Controller-Chip weder billig noch verbreitet, aber manchmal lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben.

QuarkXPress und Mountain Lion

2. April 2013

Quark-Logo

QuarkXPress 9 bietet automatische Updates, die sich in den Systemeinstellungen (Quark Update) steuern lassen. Da ist man immer auf dem neuesten Stand. Richtig?

Falsch. Die automatische Aktualisierung bringt z. B. Quark von Version 9.2.1 in zwei Schritten auf 9.3.0 und 9.3.0.2, dann ist Schluß. Für Mountain Lion (OS X 10.8) braucht man aber mindestens die neuere Version 9.3.1, denn ältere  Versionen stürzen auf dem neuen Betriebsystem gerne aus verschiedenen Gründen ab.

Mittlerweile gibt es schon Version 9.5.1 – Quark Update schweigt sich dazu aus.

Da hilft nur eins: Update direkt von der Website herunterladen, aktuell hier. Zum Download muß man sich mit einem „Download-Login“ anmelden. Das ist kostenlos, dient auch zum Download von Demo-Versionen und ist unabhängig vom Kundenkonto bei Quark. Warum so kompliziert? Das weiß nur Quark.

Jedenfalls läuft QuarkXPress 9.5.1 auf Mountain Lion wieder zuverlässig.

Lüfterwartung im MacBook Pro

24. Februar 2013

Staub im MacBookWarum blasen die Lüfter bei diesem MacBook Pro Unibody lautstark bei der geringsten Beanspruchung? Ob es etwas damit zu tun hat, daß seine Besitzerin nicht nur raucht, sondern außerdem mit Textilien handelt? Am besten schauen wir mal rein – im Bild ist der Lüfter aus dem Weg geklappt, und wir blicken auf die Rippen des Kühlkörpers.

Ach so!

Kleiner Tipp: viele ältere MacBooks können eine RAM-Erweiterung gut vertragen und stellen sich danach den modernen Anforderungen mit neuer Kraft. Bittet doch den Händler Eures Vertrauens, dabei gleichzeitig die Lüfter zu entstauben. Auch andere Rechner verdienen ein bißchen Pflege.

So wird das iPhone „5“ aussehen

30. August 2012

Am 12. September wird das nächste iPhone vorgestellt, soviel ist (nahezu) sicher. Fast genauso sicher ist jetzt, daß es wie ein langgezogenes iPhone 4 aussehen wird, ebenso breit, aber mit einem höheren Bildschirm. Damit findet eine zusätzliche Zeile Icons auf dem Home-Screen Platz, oder mehr Text, oder im Querformat Videos im Format 16:9, und Apple kann sich endlich auch eines 4″-Bildschirms rühmen.

Die Auflösung beträgt vermutlich in der Breite wie gehabt 640 Pixel, während in der Höhe 192 Pixel hinzukommen, im Ergebnis 1152 statt der bisherigen 960. Entwickler müßten ihre Apps so nur in einer Richtung anpassen, und ein Textfeld oder eine Webseitenansicht, die sich auf- und abwärts scrollen läßt, kann man strecken, ohne alle Grafiken neu zeichnen zu müssen.

Die chinesische Website SINOCET hat neue Fotos veröffentlicht, die den Bildschirm des nächsten iPhone im Vergleich zum iPhone 4 zeigen. Keine Angst, das Grün ist bestimmt nur eine Schutzfolie! [Korrektur: Offenbar kann man inzwischen auf dem grauen Markt kompatible, bunte Glas-Tauschteile für iPhone 4 und 4s in dieser und in anderen grauenhaften Farben kaufen. Ach so.]

Übrigens wird der Bildschirm zwar größer, aber auch dünner. Mit der sogenannten „In-Cell“-Technik werden die Sensoren für die Touchscreen-Funktion in die bildgebenden Zellen des LCD-Panels integriert. Dadurch spart man sich die bisher zusätzlich notwendige Schichtdicke für das aufgeklebte Touch-Panel.

Bleibt nur noch die Frage, wie das nächste iPhone heißen wird. Alles ist möglich, aber „iPhone 5“ wird es wohl eher nicht werden.

Trackpad defekt? Nicht so hastig…

24. August 2012

Ein Trackpad im MacBook Pro, das den Mauszeiger nicht richtig steuert oder nicht mehr klicken mag, kann natürlich kaputt sein. Häufiger ist aber ein anderes Problem die Ursache.

Wir sehen hier die Unterseite eines MacBook Pro Unibody 15″ aus 2008 mit einem verdächtig abstehenden Deckel auf dem Akkufach. Sobald der Rechner im Betrieb warm wird, hört das Trackpad auf zu funktionieren. Trackpad kaputt? Oder gar die Hauptplatine?

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Rauchen, Staub und Atemnot

15. Juli 2012

Staub, Teer und Nikotin im iMac-Lüftungsgitter

Atmen ist am schönsten, wenn man nicht darüber nachdenken muß. Computer sehen es mit der Lüftung genauso. Was dem Menschen der Rauch, ist dem Computer der Staub – umso schlimmer, wenn beides zusammenkommt.

Hier sehen wir die Unterseite eines iMacs mit abgenommener RAM-Blende, kurz vor Hitzeschlag. Alle anderen Macs (und auch PCs) sind natürlich ebenso gefährdet.

Besser ist es, alle paar Monate die Lüftungsöffnungen mit dem Staubsauger abzusaugen. (Beim iMac nicht die runde Öffnung auf der Rückseite vergessen!) Das geht schnell und kann Leben retten.

Jetzt liegt es an uns.

6. Oktober 2011

Steve Jobs war Buddhist.

Das heißt nicht, daß er an Wiedergeburt glaubte, wie BILD schreibt. Aber er wußte, daß wir alle, jeder für sich genommen, kaum der Rede wert sind ohne all die anderen.

Nicht das, was wir haben ist wichtig, sondern unser Beitrag, ob groß oder klein, für eine bessere Welt.

Steves Berufung war es, Technik nicht als Selbstzweck zu entwickeln oder als Instrument für eine Fach-Elite, sondern als Werkzeug für jedermann. Er wollte etwas schaffen, mit dem alle Menschen arbeiten, spielen, gestalten, lernen, reden und sich freuen können.

Wir alle, wie er 2004 in einem Interview sagte, haben unsere Zeit auf dieser Erde nur gemietet. Seine Zeit war kurz, und doch hat er in dieser Zeit soviel geleistet wie nur ganz wenige.

Er hat uns alles gegeben, was er hatte. Es liegt jetzt an uns, etwas daraus zu machen.

Frankfurt TEILT 2011 mit action medeor

1. Oktober 2011

Im Rahmen der Frankfurt TEILT Aktion der Frankfurter Agentur Hab&Gut gibt es bei mir im Oktober 2011 einen kleinen Anreiz für Kunden und solche, die es werden wollen. Von allen Dienstleistungen für Neukunden teile ich 25% der Einnahmen im Oktober mit dem Medikamentenhilfswerk medeor, das nachhaltige Projekte in Entwicklungsländern unterstützt. In Afrika fördert medeor den Aufbau inländischer Produktionsstätten für kostengünstige Medikamente zur Behandlung von Malaria und HIV.

Ich leiste in Frankfurt Service vor Ort für Macintosh, iPhone/iPad und Netzwerke und dank TeamViewer für Macintosh weltweit in Fernwartung. Gerne verkaufe ich auch ein individuell zusammengestelltes Macintosh-System.

Zum Schluß noch ein besonderes Angebot für Neu- und Bestandskunden, denn mit meinem Dienst zur Sicherung Eurer Serverdaten über Eure bestehende Internetverbindung könnt Ihr alle gleichermaßen medeor unterstützen: Von allen Datensicherungsverträgen spende ich 25% der Umsätze im letzten Quartal 2011.

Danke, Steve!

25. August 2011

Steve Jobs gab gestern Abend bekannt, daß er mit sofortiger Wirkung als CEO zurücktritt und Apple fortan nur noch als Vorsitzender des Aufsichtsrats zur Verfügung steht. Schon im Januar hatte er sich aus medizinischen Gründen auf unbestimmte Zeit aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, ließ es sich aber doch nicht nehmen, zuletzt auf auf der Apple-Entwicklerkonferenz am 6. Juni gewohnt souverän die kommenden Neuerungen vorzustellen.

Seit seiner Rückkehr 1997 hat er nicht nur das Kerngeschäft des Unternehmens mehrfach neu erfunden, sondern auch schrittweise Apple auf eine Ära nach seinem eigenen Ausscheiden vorbereitet. In der Apple University wird die Apple-eigene Unternehmenskultur gelehrt, und wenn auch niemand all seine Fähigkeiten in einer Person vereinigt, ist die Führungsetage doch bestens besetzt, den aktuellen Erfolg weiterzuführen.

Uns allen wünsche ich viele spannende neue Entwicklungen von Apple – Steve Jobs wünsche ich die Kraft, ein bißchen Ruhe zu genießen.

Time Capsule: DHCP-Server deaktivieren

26. Mai 2011

Die Apple Time Capsule wird oft unterschätzt und verdient ein Lobeslied auf die Datensicherung – mehr dazu ein andermal. Daneben ist sie aber auch ein sehr kompetenter WLAN-Router. Sie kann gleichzeitig auf zwei verschiedenen Frequenzen senden (2,4 GHz und 5 GHz) und damit ein privates WLAN mit Zugriff auf örtliche Netzwerkgeräte eröffnen und außerdem ein öffentliches, auf den reinen Internetzugang beschränktes Gastnetzwerk versorgen. Schließlich arbeitet sie verständig mit Apple-Diensten wie iChat, MobileMe und „Zurück zu meinem Mac“ zusammen, kann USB-Drucker im Netzwerk verfügbar machen und stört in den wenigsten Fällen ein- und ausgehende VPN-Verbindungen.

Über das Airport-Dienstprogramm läßt sich die Time Capsule komfortabel einrichten. Eins fehlt allerdings: der DHCP-Server kann nicht deaktiviert werden, ohne die Router-Funktion komplett auszuschalten („Bridge Mode“). Das ist äußerst störend, wenn man eine andere DHCP-Konfiguration benötigt, als von der Time Capsule angeboten wird, weil etwa mehr als ein Router im Netzwerk betrieben werden soll.

Zum Glück gibt es einen Trick, so einfach wie genial: David McNett hat es uns gezeigt. Man begrenzt den Adreßbereich, den die Time Capsule über DHCP vergeben soll, auf eine einzige IP-Adresse, und bindet diese fest an eine frei erfundene MAC-Adresse, z. B. 00:01:02:03:04:05. Das sieht so aus:

Dasselbe funktioniert übrigens auch mit der AirPort Extreme und AirPort Express Basisstationen.

Erklärung für technisch Interessierte

Weil der DHCP-Server in dieser Einstellung keine freie Adressen hat, die er ausgeben könnte, schweigt er einfach vornehm bei jeder Anfrage – es ist so, als wäre er ausgeschaltet. Um das zu überprüfen, kannst Du im Terminal folgendes eingeben:

sudo tcpdump -vv -i en1 -n port 67 and port 68

Dabei ist „en1“ der Name der AirPort-Schnittschnittstelle (bei einem MacBook Air etwa wäre es „en0“). Forderst Du mit einem angeschlossenen Computer eine neue DHCP-Adresse an. Bei einem über AirPort verbundenen Mac z. B. klickst Du dazu in Systemeinstellungen -> Netzwerk -> AirPort -> Weitere Optionen -> TCP/IP auf „DHCP-Lease erneuern“.

Die DHCP-Verhandlung wird über die UDP-Ports 67 und 68 abgewickelt, und man wird genau sehen, welcher DHCP-Server die Anfrage beantwortet. Wenn die Time Capsule sich nicht zu Wort meldet, dann ist ihr DHCP-Server erfolgreich stummgeschaltet.