OS X 10.9 und Adobe Creative Suite

23. Oktober 2013

MavericksApple hat OS X 10.9 „Mavericks“ freigegeben. 10.8 „Mountain Lion“ war mit 16 EUR schon ausgesprochen günstig, Mavericks ist jetzt im Mac App Store sogar kostenlos zu haben. Im Detail ist es schneller, sicherer und besser, und auch wenn vieles auf den ersten Blick gleich aussieht, darf man sich freuen, daß das Adreßbuch und der Kalender ihre bisherige gestalterische Albernheit abgelegt haben.

Die meisten Programme, die unter OS X 10.8 laufen, sollten sich auch mit 10.9 vertragen, aber es gibt immer ein paar Problemfälle. Deshalb sollte man nie seinen Arbeits-Mac aktualisieren, wenn dringende Aufträge anstehen und kein Ausweichgerät zur Verfügung steht.

Wer noch – verwurzelt in Ursprung und Tradition – mit der Adobe Creative Suite CS5.5 arbeitet, oder gar mit älteren Versionen, sollte dazu vielleicht die offizielle Stellungnahme von Adobe lesen. Demnach funktionieren CS6 und CC (Creative Cloud, die neue Mietversion) uneingeschränkt mit OS X 10.9. Zu früheren Versionen mag sich Adobe nicht so recht äußern, nur für Photoshop mag man eine halbe Hand ins Feuer legen. Vielleicht verständlich, sind ja Illustrator und InDesign selbst bei bestem Wetter scheue Rehe.

Ganz unabhängig davon kann aber die Aktualisierung auf Mavericks dazu führen, daß die Adobe-Programme, mindestens der Creative Suite CS5.5, überhaupt nicht mehr starten: Nach Klick im Dock hüpfen sie nicht einmal. Auch Photoshop ist dann davon betroffen.

Wenn man die Programme im Terminal händisch zu starten versucht, wird ein Fehler -10658 gemeldet.

Das scheint daran zu liegen, daß die Creative Suite nur starten kann, wenn Java installiert ist. Bei der Aktualisierung auf Mavericks wird eine ggf. vorhandene Installation der früher von Apple serienmäßig ausgelieferten Java-Version 6 offenbar entfernt, und die früher übliche automatische Aufforderung zur Installation von Java, die beim ersten Starten der Creative Suite noch auf OS X 10.8 Mountain Lion erschien, kommt auch nicht mehr.

Einmal erkannt, ist das Problem schnell gelöst. Man lädt von Apple die neueste verfügbare Version von Java 6 und installiert sie. Derzeit ist das Java für OS X 2013-005, Apples Fassung von „Java SE 6 1.6.0_65“. Klingt gut, ist gut – jedenfalls startet die Creative Suite CS5.5 wieder. Was will man mehr!

USB 3.0 Hubs

25. Mai 2013

EX-1188HMSAlle neuen Macs haben USB 3.0. Viele haben dafür kein FireWire, was man allerdings bei Bedarf leicht nachrüsten kann.

Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit, denn USB 3.0 ist zehnmal so schnell wie das bisherige USB 2.0 und damit endlich wieder schneller als fast alle Festplatten – und übrigens auch wesentlich schneller als FireWire.

Die meisten Festplatten mit USB 3.0 funktionieren gut, auch wenn es Ausreißer gibt, wie ein beliebtes Modell, das sich gerne im Betrieb spontan abmeldet und erst nach Aus- und Wiedereinschalten überhaupt wieder als USB-Gerät zu erkennen gibt. (Es hat übrigens einen USB-Controller-Chip von VIA mit Firmware-Version 3.0.7.)

Anders sieht es leider bei den Hubs aus. Die meisten USB 3.0 Hubs, die ich bisher getestet habe, sind fehlerhaft und funktionieren schlecht bis gar nicht. Bei der Einführung von USB 2.0 vor vielen Jahren gab es übrigens ähnliche Kinderkrankheiten.

Wenn man USB 3.0 Festplatten über ein Hub anschließt, muß man im schlimmsten Fall damit rechnen, daß die übertragenen Daten still und heimlich beschädigt werden. Man kann sich fast schon glücklich schätzen, wenn nur ab und zu die Verbindung verlorengeht.

Nur Hubs mit dem Controller-Chip GL3520 von Genesys Logic haben in meinen Tests noch keine Fehler gezeigt. Im Bild zu sehen ist ein Hub EX-1188HMS von exsys, das diesen Chip verwendet, und es hat schon unter Last mit 7 Festplatten über mehrere Tage hinweg alle Daten fehlerfrei übertragen. Leider ist dieser Controller-Chip weder billig noch verbreitet, aber manchmal lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben.

QuarkXPress und Mountain Lion

2. April 2013

Quark-Logo

QuarkXPress 9 bietet automatische Updates, die sich in den Systemeinstellungen (Quark Update) steuern lassen. Da ist man immer auf dem neuesten Stand. Richtig?

Falsch. Die automatische Aktualisierung bringt z. B. Quark von Version 9.2.1 in zwei Schritten auf 9.3.0 und 9.3.0.2, dann ist Schluß. Für Mountain Lion (OS X 10.8) braucht man aber mindestens die neuere Version 9.3.1, denn ältere  Versionen stürzen auf dem neuen Betriebsystem gerne aus verschiedenen Gründen ab.

Mittlerweile gibt es schon Version 9.5.1 – Quark Update schweigt sich dazu aus.

Da hilft nur eins: Update direkt von der Website herunterladen, aktuell hier. Zum Download muß man sich mit einem „Download-Login“ anmelden. Das ist kostenlos, dient auch zum Download von Demo-Versionen und ist unabhängig vom Kundenkonto bei Quark. Warum so kompliziert? Das weiß nur Quark.

Jedenfalls läuft QuarkXPress 9.5.1 auf Mountain Lion wieder zuverlässig.

Lüfterwartung im MacBook Pro

24. Februar 2013

Staub im MacBookWarum blasen die Lüfter bei diesem MacBook Pro Unibody lautstark bei der geringsten Beanspruchung? Ob es etwas damit zu tun hat, daß seine Besitzerin nicht nur raucht, sondern außerdem mit Textilien handelt? Am besten schauen wir mal rein – im Bild ist der Lüfter aus dem Weg geklappt, und wir blicken auf die Rippen des Kühlkörpers.

Ach so!

Kleiner Tipp: viele ältere MacBooks können eine RAM-Erweiterung gut vertragen und stellen sich danach den modernen Anforderungen mit neuer Kraft. Bittet doch den Händler Eures Vertrauens, dabei gleichzeitig die Lüfter zu entstauben. Auch andere Rechner verdienen ein bißchen Pflege.

So wird das iPhone „5“ aussehen

30. August 2012

Am 12. September wird das nächste iPhone vorgestellt, soviel ist (nahezu) sicher. Fast genauso sicher ist jetzt, daß es wie ein langgezogenes iPhone 4 aussehen wird, ebenso breit, aber mit einem höheren Bildschirm. Damit findet eine zusätzliche Zeile Icons auf dem Home-Screen Platz, oder mehr Text, oder im Querformat Videos im Format 16:9, und Apple kann sich endlich auch eines 4″-Bildschirms rühmen.

Die Auflösung beträgt vermutlich in der Breite wie gehabt 640 Pixel, während in der Höhe 192 Pixel hinzukommen, im Ergebnis 1152 statt der bisherigen 960. Entwickler müßten ihre Apps so nur in einer Richtung anpassen, und ein Textfeld oder eine Webseitenansicht, die sich auf- und abwärts scrollen läßt, kann man strecken, ohne alle Grafiken neu zeichnen zu müssen.

Die chinesische Website SINOCET hat neue Fotos veröffentlicht, die den Bildschirm des nächsten iPhone im Vergleich zum iPhone 4 zeigen. Keine Angst, das Grün ist bestimmt nur eine Schutzfolie! [Korrektur: Offenbar kann man inzwischen auf dem grauen Markt kompatible, bunte Glas-Tauschteile für iPhone 4 und 4s in dieser und in anderen grauenhaften Farben kaufen. Ach so.]

Übrigens wird der Bildschirm zwar größer, aber auch dünner. Mit der sogenannten „In-Cell“-Technik werden die Sensoren für die Touchscreen-Funktion in die bildgebenden Zellen des LCD-Panels integriert. Dadurch spart man sich die bisher zusätzlich notwendige Schichtdicke für das aufgeklebte Touch-Panel.

Bleibt nur noch die Frage, wie das nächste iPhone heißen wird. Alles ist möglich, aber „iPhone 5“ wird es wohl eher nicht werden.

Trackpad defekt? Nicht so hastig…

24. August 2012

Ein Trackpad im MacBook Pro, das den Mauszeiger nicht richtig steuert oder nicht mehr klicken mag, kann natürlich kaputt sein. Häufiger ist aber ein anderes Problem die Ursache.

Wir sehen hier die Unterseite eines MacBook Pro Unibody 15″ aus 2008 mit einem verdächtig abstehenden Deckel auf dem Akkufach. Sobald der Rechner im Betrieb warm wird, hört das Trackpad auf zu funktionieren. Trackpad kaputt? Oder gar die Hauptplatine?

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Rauchen, Staub und Atemnot

15. Juli 2012

Staub, Teer und Nikotin im iMac-Lüftungsgitter

Atmen ist am schönsten, wenn man nicht darüber nachdenken muß. Computer sehen es mit der Lüftung genauso. Was dem Menschen der Rauch, ist dem Computer der Staub – umso schlimmer, wenn beides zusammenkommt.

Hier sehen wir die Unterseite eines iMacs mit abgenommener RAM-Blende, kurz vor Hitzeschlag. Alle anderen Macs (und auch PCs) sind natürlich ebenso gefährdet.

Besser ist es, alle paar Monate die Lüftungsöffnungen mit dem Staubsauger abzusaugen. (Beim iMac nicht die runde Öffnung auf der Rückseite vergessen!) Das geht schnell und kann Leben retten.

Jetzt liegt es an uns.

6. Oktober 2011

Steve Jobs war Buddhist.

Das heißt nicht, daß er an Wiedergeburt glaubte, wie BILD schreibt. Aber er wußte, daß wir alle, jeder für sich genommen, kaum der Rede wert sind ohne all die anderen.

Nicht das, was wir haben ist wichtig, sondern unser Beitrag, ob groß oder klein, für eine bessere Welt.

Steves Berufung war es, Technik nicht als Selbstzweck zu entwickeln oder als Instrument für eine Fach-Elite, sondern als Werkzeug für jedermann. Er wollte etwas schaffen, mit dem alle Menschen arbeiten, spielen, gestalten, lernen, reden und sich freuen können.

Wir alle, wie er 2004 in einem Interview sagte, haben unsere Zeit auf dieser Erde nur gemietet. Seine Zeit war kurz, und doch hat er in dieser Zeit soviel geleistet wie nur ganz wenige.

Er hat uns alles gegeben, was er hatte. Es liegt jetzt an uns, etwas daraus zu machen.

Frankfurt TEILT 2011 mit action medeor

1. Oktober 2011

Im Rahmen der Frankfurt TEILT Aktion der Frankfurter Agentur Hab&Gut gibt es bei mir im Oktober 2011 einen kleinen Anreiz für Kunden und solche, die es werden wollen. Von allen Dienstleistungen für Neukunden teile ich 25% der Einnahmen im Oktober mit dem Medikamentenhilfswerk medeor, das nachhaltige Projekte in Entwicklungsländern unterstützt. In Afrika fördert medeor den Aufbau inländischer Produktionsstätten für kostengünstige Medikamente zur Behandlung von Malaria und HIV.

Ich leiste in Frankfurt Service vor Ort für Macintosh, iPhone/iPad und Netzwerke und dank TeamViewer für Macintosh weltweit in Fernwartung. Gerne verkaufe ich auch ein individuell zusammengestelltes Macintosh-System.

Zum Schluß noch ein besonderes Angebot für Neu- und Bestandskunden, denn mit meinem Dienst zur Sicherung Eurer Serverdaten über Eure bestehende Internetverbindung könnt Ihr alle gleichermaßen medeor unterstützen: Von allen Datensicherungsverträgen spende ich 25% der Umsätze im letzten Quartal 2011.

Danke, Steve!

25. August 2011

Steve Jobs gab gestern Abend bekannt, daß er mit sofortiger Wirkung als CEO zurücktritt und Apple fortan nur noch als Vorsitzender des Aufsichtsrats zur Verfügung steht. Schon im Januar hatte er sich aus medizinischen Gründen auf unbestimmte Zeit aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, ließ es sich aber doch nicht nehmen, zuletzt auf auf der Apple-Entwicklerkonferenz am 6. Juni gewohnt souverän die kommenden Neuerungen vorzustellen.

Seit seiner Rückkehr 1997 hat er nicht nur das Kerngeschäft des Unternehmens mehrfach neu erfunden, sondern auch schrittweise Apple auf eine Ära nach seinem eigenen Ausscheiden vorbereitet. In der Apple University wird die Apple-eigene Unternehmenskultur gelehrt, und wenn auch niemand all seine Fähigkeiten in einer Person vereinigt, ist die Führungsetage doch bestens besetzt, den aktuellen Erfolg weiterzuführen.

Uns allen wünsche ich viele spannende neue Entwicklungen von Apple – Steve Jobs wünsche ich die Kraft, ein bißchen Ruhe zu genießen.