Archiv für die Kategorie „Mac OS X“

Ruhezustand und Batterielaufzeit

Sonntag, 1. Mai 2011

Am besten kauft man sich ein neues MacBook Air. Es läßt sich in wenigen Sekunden in den Ruhezustand versetzen und wieder aufwecken und behält dennoch für 30 Tage eine brauchbare Akkuladung – ich kann es bestätigen, es ist Zauberei. [1. „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist nicht von Zauberei zu unterscheiden.“ – Arthur C. Clarke]

Wir haben aber zuhause noch ein altes MacBook Air (Rev. B), und da ist die Sache anders. Im normalen Ruhezustand, der den Inhalt des RAM-Speichers mit Batteriestrom puffert, ist der Akku nach wenigen Tagen leer, also hatte ich seinerzeit nach den gängigen Anleitungen mit dem Terminal-Befehl „sudo pmset -a hibernatemode 1“ den sogenannten Hibernate-Modus aktiviert. Dadurch wird beim Aktivieren des Ruhezustands zunächst der komplette RAM-Inhalt auf die Festplatte geschrieben und der Mac dann ausgeschaltet, so daß kein Batteriestrom mehr verbraucht wird. Schaltet man den Mac später wieder ein, erscheint der alte Bildinhalt hinter einem grauen Schleier, und am unteren Rand füllt sich langsam stufenweise ein Balken, bis der alte Zustand komplett wiederhergestellt ist.

Obwohl ich das alte MacBook Air mit einer schnellen RunCore-SSD aufgerüstet hatte, dauerte das Aufwachen deutlich über eine Minute, manchmal wirklich lästig.

Wie sich herausstellt, war das zwar unter Mac OS X Leopard (10.5) noch der beste Kompromiß, aber mit Snow Leopard (10.6) wurde eine neue Option eingeführt. Der Befehl der Wahl für ältere MacBooks heißt jetzt wie folgt, einzugeben als Kommandozeile im Terminal (auf der Festplatte unter Programme -> Dienstprogramme):

sudo pmset -a hibernatemode 25

Vorher kann man mit

pmset -g

die aktuellen Einstellungen abfragen, und mit

man pmset

bekommt man alles im Detail erklärt. Um die Einstellung verändern zu können, muß man als Benutzer mit Administratorrechten angemeldet sein, im Terminal wird das Paßwort abgefragt.

Mit „hibernatemode 25“ erreicht man, ähnlich wie früher mit „hibernatemode 1“, daß im Ruhezustand sofort der gesamte RAM-Inhalt auf die Festplatte gespeichert und der Mac anschließend komplett ausgeschaltet wird. Der Unterschied besteht darin, daß der neue Modus 25 zunächst über das Virtual-Memory-System soviele aktive RAM-Bereiche wie möglich auslagert, der Speicher also weitgehend freigeräumt wird. Dadurch müssen beim späteren Einschalten wesentlich weniger Daten eingelesen werden, bevor der Rechner wieder aktiviert werden kann, und die Wartezeit wird erheblich verkürzt.

Dafür dauert die Einschlafphase etwas länger. Für eine SSD ist das unerheblich, da Erschütterungen dem Flash-Speicher nichts anhaben können. Bei einem MacBook mit einer mechanischen Festplatte sollte man aber wie immer das Erlöschen der Schlaf-LED abwarten, bevor man es zusammenklappt und wegpackt. Die Festplatte freut sich, ihre Arbeit in Ruhe schüttelfrei beenden zu dürfen.

Beim neuen MacBook Air (2010) kann man sich diese ganze Prozedur übrigens sparen. Wie uns „pmset -g“ mitteilt, unterstützt es die neue „deepsleep“ Funktion, im Lieferzustand ist „hibernatemode“ auf 3, „deepsleep“ auf 1 und „deepsleepdelay“ auf 4200 gesetzt.

Das bedeutet, daß beim Zuklappen das neue MacBook Air zunächst den Speicherinhalt im normalen Verfahren (hibernatemode 3) auf die Festplatte speichert und dann nach 70 Minuten (4200 Sekunden) den Strom ausschaltet. Wird es innerhalb der 70 Minuten wieder aufgeweckt, ist es sofort einsatzbereit, wie beim herkömmlichen Ruhezustand. Dauert die Ruhephase länger, so muß es seinen RAM-Inhalt wieder von der SSD einlesen, was beim alten Modell eine Minute und länger gedauert hat. Erstaunlicherweise geht es aber beim neuen MacBook Air in wenigen Sekunden – ein feiner Zauber!

Am besten also doch ein neues MacBook Air kaufen.

Schriftprobleme in Mac OS X 10.6.7

Sonntag, 24. April 2011

Nachtrag 26.04.2011: Der folgende Artikel ist soeben gegenstandslos geworden. Apple hat das Snow Leopard Schrift-Update herausgegeben, das die beschriebenen Probleme behebt, erhältlich über die Apple-Softwareaktualisierung. (Installer zum Download hier.) Wer zwischenzeitlich den unten erwähnten „FontFix10.6.7“ installiert hat, sollte unbedingt zunächst erneut das Mac OS X 10.6.7 Update installieren, um alles auf einen einheitlichen Stand zu bringen.

Fehlerhafte PDFs, die mit 10.6.7 ohne Schrift-Update erstellt wurden, bleiben allerdings fehlerhaft. Sie können zwar mit der Apple Vorschau geöffnet werden, aber selbst wenn sie dort über Drucken -> Als PDF sichern erneut gespeichert werden, bringen sie Adobe Acrobat weiterhin zum Absturz. Sie müssen also komplett neu erstellt oder wie unten beschrieben über GhostScript konvertiert werden.

Apple bringt uns im Mac OS X 10.6.7 Update viele Verbesserungen, aber leider auch ein gewichtiges Problem. In 10.6.7 wurde die Schriftverwaltung verändert, um eine Sicherheitslücke in den Apple Type Services zu schließen. Theoretisch kann auf früheren Systemversionen über eine speziell manipulierte Schrift beliebiger Programmcode ausgeführt werden. Zum Glück sind solche Schriften (Volksmund: Viren) noch nicht in freier Wildbahn gesichtet worden.

Leider vertragen sich die neuen Systemroutinen nicht gut mit anderen Programmen, insbesondere werden Schriften im OpenType-PostScript-Format nicht korrekt verarbeitet. Die fraglichen Schriften tragen meistens die Namensendung „.otf“, genau kann man das Format einer installierten Schrift über die Apple Schriftsammlung (Programme -> Dienstprogramme) erfragen, dort über das Menü Vorschau -> Schriftinformationen einblenden.

Man hat den Eindruck, daß Apple dieses Update überhastet freigegeben hat.

In antiken Programmen wie dem nach wie vor beliebten FreeHand kann es zu einer verzerrten Schriftdarstellung kommen:

Moderne Programme wie Apple TextEdit stellen die Schrift zwar meist korrekt dar, aber bei der Umwandlung in ein PDF (Drucken -> PDF -> Als PDF sichern) werden die betroffenen Schriften in einem Format eingebettet, das nur auf Mac OS X 10.6.7 funktioniert. Adobe Acrobat, auch in der ganz neu aktualisierten Fassung 9.4.4, stürzt beim Öffnen solcher PDFs ab oder stellt sie unvollständig dar. Dasselbe gilt für die Übernahme der PDFs in andere Adobe-Programme oder auf früheren Mac-OS-X-Versionen in beliebige Programme. Wird ein PDF andererseits über die Adobe-Programme erstellt, etwa durch Export aus InDesign oder Illustrator, kommt im Hintergrund Adobes Distiller zum Einsatz, der neue Programmcode von Apple bleibt außen vor, und die PDFs verhalten sich wie gewohnt.

Neben den PDF-Problemen kommt es unter 10.6.7 aber auch zu Fehlern beim Ausdruck auf manchen PostScript-Druckern, auch aus Adobe-Programmen. Es sind anscheinend vor allem Drucker mit Adobe-PostScript betroffen, die den Druckvorgang entweder mit Fehlermeldung abbrechen oder unvollständige oder verzerrte Seiteninhalte ausgeben.

Bleibt die Frage: Was tun?

(mehr …)

MacBook Pro und moderne SATA-Festplatten

Samstag, 14. August 2010

Zu meinem Artikel über den Einbau großer Festplatten im Unibody MacBook Pro, aktuell bis 1 TB, habe ich schon diverse Anfragen bekommen, es scheint ein beliebtes Thema zu sein. Heute hat Leser m. g. in einem Kommentar berichtet, daß in seinem MacBook Pro zwei solche Aufrüstungen gescheitert sind. Da das von allgemeinem Interesse für alle Aufrüstwilligen sein dürfte, habe ich meine Antwort aus dem Kommentarbereich jetzt in diesen neuen Artikel verlegt.

Solche Probleme treten wohl gelegentlich auf – allerdings nicht nur mit den 12,5 mm überhohen Festplatten ab 750 GB, sondern ganz allgemein mit aktuellen SATA-Festplatten im MacBook Pro der zweiten Unibody-Serie (Mid-2009).

(mehr …)

Snow Leopard Server und Time Machine

Sonntag, 11. Juli 2010

Mac OS X Server 10.6 ist nun bald ein Jahr alt, und mit Time Machine läßt sich genauso einfach eine automatische Sicherung des Servers einrichten wie in der Arbeitzplatzversion von Mac OS X. Da möchte man doch hoffen, daß sie Sache zuverlässig funktioniert, auch wenn Apple darauf hinweist, daß einige Daten wie Emails, Kalender und nicht zuletzt Open Directory, das Verzeichnis der auf dem Server angelegten Benutzer, über Time Machine nicht gesichert werden.

Dem ist aber nicht so.

(mehr …)

iTunes 9.0.3 und iPhone OS 3.1.3

Dienstag, 2. Februar 2010

Das neue iTunes 9.0.3 behebt diverse Fehler und verbirgt keine Maßnahmen gegen die Entsperrung von iPhone und iPod touch mit den bekannten Jailbreak-Methoden. Man sollte es sogar unbedingt installieren, mehr dazu weiter unten.

Dasselbe kann man vom soeben erschienenen iPhone OS Update auf Version 3.1.3 nicht behaupten, denn es schließt eine Lücke im USB-Treiber, der bei neueren Modellen (iPhone 3GS, neuere iPod touch 2G sowie alle 3G) zum Jailbreak benötigt wird. Für iPhone 3G und 3GS ist auch eine neue Modem-Firmware enthalten, Version 05.12.01, weshalb nach dem Upgrade kein SIM-Unlock mit ultrasn0w oder blacksn0w mehr möglich ist. Also Vorsicht!

(mehr …)

Das Apple Tablet heißt iPad

Donnerstag, 28. Januar 2010

Vor einigen Stunden hat Steve Jobs das sagenumwobene Apple Tablet vorgestellt. Es heißt: iPad. Einen schönen Überblick bietet das Video zum Produkt von der US-Apple-Homepage.

Apple hat damit Großes vor. Der Amazon Kindle soll abgelöst werden, denn Apple führt mit iBooks einen eigenen Vertrieb für elektronische Bücher ein, der hoffentlich auch bald nach Deutschland kommt.

Das iPad soll mit einer Akkuladung bis zu 10 Stunden Video in bester Qualität abspielen können (HD-Video, 720p), ob aus iTunes, von YouTube oder anderswo. Langfristig hat es Apple damit sicherlich auch auf die klassischen Fernsehsender abgesehen. Wozu Kabelgebühren bezahlen, wenn alles übers Internet kommt?

Aber was kann man jetzt gleich mit dem iPad anfangen, sobald es verfügbar ist, im März als WLAN-Version und April oder Mai mit WLAN und UMTS?

(mehr …)

Microsoft verrät die Zukunft des Apple Tablet

Samstag, 9. Januar 2010

Wie wird das Apple Tablet aussehen? Wir wissen nicht viel, aber eins ist klar: anders als der neue Microsoft „Slate PC“.

(mehr …)

Safari-Tuning mit ClickToFlash

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Mit Firefox 3.5 und Safari 4.0 sind in 2009 das Surfen auf dem Mac (und auch Windows) wieder einmal deutlich schneller und die Abstürze seltener geworden. Trotz der hohen Anforderungen des „Web 2.0“ laufen die Browser oft wochenlang ununterbrochen störungsfrei.

Allerdings gibt es eine Ausnahme. Eine Geißel des Internets, wenn nicht gar der ganzen Menschheit, ist Adobe Flash. Die unmäßige Werbebeballerung auf vielen Websites mit sinnleeren und fehlgeleiteten Flash-Animationen kann man den Seitenbetreibern nachsehen, schließlich darf jeder sein eigenes Publikum so sehr vergraulen, wie er möchte.

Das wirkliche Problem liegt bei Adobe selbst. Allen Behauptungen des Adobe-Flash-Hauspropagandisten John Dowdell zum Trotz ist das Flash-Plugin für Mac OS X ein stinkender Haufen Dreck. Mac- wie auch Windows-Benutzer sehen immer wieder die Meldung:

(mehr …)

Apple Mail erlaubt mehrere Email-Absender

Dienstag, 29. Dezember 2009

Ich wußte es auch nicht und danke John Gruber von Daring Fireball für den Hinweis: Wie Chris Clark herausgefunden hat, kann man in Apple Mail schon immer jedem einzelnen Email-Konto mehrere Absenderadressen zuordnen. Man muß lediglich in Mail bei Einstellungen ? Accounts ? Account-Informationen ? E-Mail-Adresse die gewünschten Adressen nacheinander eintragen, durch Kommata getrennt.

Das ist eine große Hilfe, wenn man ein Postfach benutzt (email hidden; JavaScript is required), das noch unter weiteren Adressen erreichbar ist (email hidden; JavaScript is required, email hidden; JavaScript is required). Wenn alle Adressen in Apple Mail hinterlegt sind, kann man beim Schreiben einer Email die gewünschte Absenderadresse über ein Popup-Menü auswählen:

(mehr …)

PowerPoint 2004 startet nicht auf OS X 10.6

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Microsoft Office 2008 stürzt zwar nach den letzten Updates nicht mehr ganz so oft ab, aber schnell oder elegant ist es nicht geworden. Glücklicherweise läuft das bewährte Office 2004 immer noch, und obwohl es nicht für Intel-Prozessoren optimiert ist und OS X 10.6 ggf. dazu anleitet, die Rosetta-Umgebung nachzuinstallieren,  ist es meist schneller als sein ach so moderner Nachfolger.

Nur PowerPoint 2004 macht manchmal Probleme und bleibt beim Willkommensbildschirm hängen.

Wenn auch Adobe Acrobat installiert ist, kann die Lösung ganz einfach sein: Im Ordner /Programme/Microsoft Office 2004 gibt es eine Datei „PDFMakerLib“, die dafür zuständig sein soll, aus Office-Programmen direkt PDFs zu erstellen. Was leider nicht besonders gut funktioniert und in der Regel eher nervt.

Kaum ist diese Datei gelöscht (zum Test vielleicht erst einfach auf den Schreibtisch legen), startet PowerPoint wieder. Hurra!

Vorsicht ist dennoch geboten. In einem befreundeten Designbüro habe ich mal einen schönen Aufkleber mit folgendem Text gesehen:

PowerPoint verdirbt Ihre Seh- und Denkgewohnheiten.