Trackpad defekt? Nicht so hastig…

Ein Trackpad im MacBook Pro, das den Mauszeiger nicht richtig steuert oder nicht mehr klicken mag, kann natürlich kaputt sein. Häufiger ist aber ein anderes Problem die Ursache.

Wir sehen hier die Unterseite eines MacBook Pro Unibody 15″ aus 2008 mit einem verdächtig abstehenden Deckel auf dem Akkufach. Sobald der Rechner im Betrieb warm wird, hört das Trackpad auf zu funktionieren. Trackpad kaputt? Oder gar die Hauptplatine?

Zum Glück liegt der Fehler woanders. Der Akku ist überaltert und hat begonnen, aufzuquellen. Er drückt von unten so sehr gegen das Trackpad, daß nichts mehr geht.

Das sollte eigentlich nicht passieren, aber erst bei den neueren Modellen von MacBook und MacBook Pro ab 2009 ist die Ladeelektronik so intelligent, daß sie den Zustand jeder Akkuzelle einzeln überwachen und dadurch eine Überladung einzelner, schwächerer Zellen sicher vermeiden kann.

(Die neuen Akkus sind fest verschraubt und werden normalerweise nur durch eine Reparaturwerkstatt ausgetauscht, aber dafür halten sie auch viele Jahre länger.)

Bei den älteren Apple-Notebooks hingegen kann man zum Test den Akku entnehmen und den Rechner ohne Akku betreiben. Wenn der Trackpad-Fehler damit behoben ist, gibt es eine einfache Lösung: neuen Akku kaufen!

Am besten ein Originalteil von Apple, denn so sauer man auch sein mag, daß der Apple-Akku schon nach 4 Jahren den Geist aufgegeben hat – ein billiger Ersatzakku vom No-Name-Hersteller hält vielleicht nicht einmal 4 Monate. Bei Akkus hat Qualität tatsächlich ihren Preis.