Archiv für die Kategorie „Marketing“

DELL Streak wird’s dem iPad schon zeigen!

Donnerstag, 12. August 2010

Mittlerweile haben es alle kapiert, das iPad ist ein Erfolg. Apple hat im verborgenen jahrelang daran gefeilt, und herausgekommen ist ein rundum stimmiges Produkt.

Und wie sieht es bei der Konkurrenz aus? HP hat Windows 7 als Betriebssystem für sein Slate, das Steve Ballmer im Januar noch stolz präsentiert hat, schon wieder verworfen, zwischenzeitlich Palm gekauft, und will jetzt alles auf WebOS setzen. Wir lassen uns überraschen, auch vom schon mehrfach verschobenen Liefertermin.

Weniger überzeugend ist das neueste Angebot von DELL mit dem schnellen Namen „Streak“. Es kommt mit der veralteten Version 1.6 von Googles Android-Betriebssystem und wartet mit der seltsamen Bildschirmgröße von 5 Zoll auf: zu groß, um beim Telefonieren nicht doof auszusehen, aber als Tablet-Ersatz eher winzig.

Hoffentlich haben sich die Techniker etwas mehr Mühe gegeben als die Marketing-Abteilung. Bei einer großangelegten Email-Kampagne könnte man sich zumindest über das Geschlecht des beworbenen Produkts Gedanken machen, wenn schon das Budget kein Lektorat zur Vermeidung von Deppenleerzeichen erlaubt.

Werbetextliche Randnotiz

Mittwoch, 13. Januar 2010

Ruhm und Reichtum erwartet den Finder eines griffigen Ausdrucks, mit dem faule, sprachlich minderbegabte Möchtegern-PR-Schreiber den englischen Hortativ „enjoy“ übersetzen können, ohne nachdenken oder sich inhaltlich mit dem beworbenen Artikel beschäftigen zu müssen. Wobei der Ausdruck schon in englischen Werbetexten meist sinnleer, zumindest aber nicht absurd ist.

Heutige war folgende Pestilenz im Posteingang.

GRAVIS Infoservice – Networx iGeo: genießen Sie echtes Fototagging

Oder hat jemand diese Betreffzeile selbst erfunden, ohne Rückgriff auf chinesisch-englische Textvorgaben? Darüber möchte ich lieber nicht nachdenken.

Crumpler: Flash-Website des Todes

Sonntag, 26. Juli 2009

Allen Verlautbarungen Adobes zum Trotz ist ein Flash-Client für das iPhone noch in weiter Ferne.

Die Diskussion, ob Apple Flash aus politischen Gründen vom iPhone verbannt hat, ist fürs erste hinfällig, denn der Smartphone-Hersteller HTC hat mit seinem neuen „Hero“ bewiesen: Adobe ist sowieso nicht in der Lage, auf aktueller Smartphone-Hardware eine auch nur grenzwertig annehmbare Ablaufgeschwindigkeit zu erzielen. Ein Testbericht von Engadget bescheinigt dem ersten vollwertigen Flash-Plugin auf einem Smartphone völlige Unbrauchbarkeit.

Wen wundert’s, bringt doch Adobe Flash selbst auf Mac OS X nicht vernünftig zum Laufen.

All das konnte den Taschenhersteller Crumpler aber nicht davon abhalten, eine der grauenhaftesten E-Commerce-Websites aller Zeiten in Auftrag zu geben. Der Crumpler Web-Shop – selten wurde mehr Energie investiert, um interessierte Kunden abzuschrecken.

Aber Zahnrädchen auf der Startseite, gefolgt von Ladebalken mit Prozentanzeige? 75 Sekunden Ladezeit bis zur ersten Inhaltsseite auf einem Mac Pro mit 10 Mbit/s DSL-Anschluß? Im Jahr 2009?

Ein Meisterwerk masturbatorischer Nabelschau.

Amazon hat durch Versuchsreihen ermittelt, daß bereits 100 Millisekunden zusätzlicher Ladezeit zu 1% weniger Umsatz führen.

Immerhin gibt es eine „Lite“ Fassung der Crumpler-Website ohne Flash, geradezu erfrischend in ihrer Langweiligkeit.

eBay: Kundenpflege durch Veräppelung

Montag, 29. Juni 2009

Was eBay das Genick brechen wird, ist die Vorstellung, daß man seine Kunden von vorne und von hinten veräppeln kann, und sie trotzdem nie genug kriegen werden.

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