El Capitan ist noch ganz gut

26. September 2016

Gerade hat Apple die neue Version von OS X herausgegeben. Nein, Moment, jetzt heißt es ja macOS – also jetzt ist macOS 10.2 verfügbar und wird im App Store angeboten. Spannend!

Oder etwas zu spannend? Manche Neuerungen sind gewöhnungsbedürftig, ein paar sogar nicht ganz ausgereift. Bis zum Ende des Jahres könnte man da vieleicht noch abwarten.

Aber was tun, wenn man noch ein altes Betriebssystem installiert hat? OS X 10.10 (Yosemite) und älter gehört schon bald in die zweite Liga und bekommt nicht mehr alle Sicherheitsupdates. Wer kann, sollte besser mit aller Vorsicht auf 10.11 aktualisieren. Im App Store wird aber nur noch macOS Sierra angeboten.

Es sei denn, man nimmt die Hintertür. Über diese Web-Seite bietet Apple nämlich noch El Capitan im App Store zum Download an. Auch wer noch nicht aktualisieren möchte, sollte besser jetzt zugreifen, denn wer weiß, wie lange das noch funktionieren wird.

SOFORT UPDATEN! OS X Mavericks 10.9.2

25. Februar 2014

MavericksApple hat soeben die Aktualisierung für OS X 10.9 auf 10.9.2 freigegeben. Damit wird insbesondere ein eklatantes Sicherheitsproblem behoben, das seit OS X 10.9.0 besteht und fast alle sicheren Internetverbindungen, die die SSL-Verschlüsselungsfunktionen des Betriebssystems nutzen, unsicher macht. Eine genaue Erklärung liefert Stefan Esser auf heise.de, aber kurz gesagt kann ein privilegierter Netzteilnehmer (die NSA, die Telekom, der Betreiber des Hotel-WLANs) den sicheren Datenverkehr von Safari, Apple Mail, iCloud, (i)Message usw. abhören, einschließlich aller Inhalte und Paßwörter.

Nur Programme, die ihre eigenen SSL-Verschlüsselungsroutinen mitbringen, z. B. Firefox, sind nicht betroffen.

Daher sollten alle Anwender von OS X 10.9.0 oder 10.9.1 sofort auf 10.9.2 aktualisieren, übers Apfelmenü oder mit dem Combo Update von der Apple-Support-Website.

Alle iPhones, iPods und iPads ab iOS 6.0 müssen ebenfalls aktualisiert werden. Leider ist auf dem iPhone 4 und 4S jetzt die Zeit für iOS 6 abgelaufen, denn nur im neuen iOS 7.0.6 ist der Fehler behoben. Lediglich für ältere Geräte, die iOS 7 nicht vertragen (z. B. iPod touch 4. Generation) gibt es eine eigene Version 6.1.6. Auch hier gilt: sofort updaten.

MacBook-Lautsprecher aus, Licht an?

1. Dezember 2013

Wenn der Mac-Lautsprecher stumm bleibt, ein rotes Licht in der Kopfhörerbuchse zu sehen ist, und in Systemeinstellungen -> Ton nur noch der „digitale Ausgang“ erscheint, dann ist wahrscheinlich ein kleiner Schalter in der Kopfhörerbuchse verklemmt. Da hilft nur noch eins: Zahnstocher!

kein Mucks

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Apples neue iPhone-Hülle in „Leder“

24. November 2013

Mit dem iPhone 5s hat Apple eine neue Lederhülle vorgestellt, die übrigens auch auf das iPhone 5 paßt. Ich mag Leder.

Der Begriff „Leder“ wird von schwindligen eBay-Sofahändlern zwar inflationär gebraucht, aber auf Apple kann man sich doch bestimmt verlassen, oder etwa nicht? Das alte iPad-SmartCover aus Leder war jedenfalls wunderbar. Im Kleingedruckten auf der Produktseite der neuen iPhone-Hülle im Apple-Store steht sogar:

Das iPhone 5s Case ist aus natürlichem Anilinleder gemacht. Seine Oberfläche verändert sich mit der Benutzung.

Gelesen, bestellt. Anilinleder ist ein durchgefärbtes Leder ohne deckende Pigmentschicht und sollte, bei entsprechender Pflege, würdevoll altern.

Nach zwei Wochen Hosentasche sah meine wertvolle Lederhülle aber schon so aus: Diesen Beitrag weiterlesen »

Festplattensoftware des Grauens

1. November 2013

WD SmartWareAls Faustregel gilt: Software, die vom Festplattenhersteller kostenlos mitgeliefert wird, taugt meist nicht viel – aber Western Digital kann noch mehr. Seit Jahren findet sich auf externen WD-Festplatten die Software WD Drive Manager und WD SmartWare. Gerade WD SmartWare hat schon länger für Probleme gesorgt, aber zusammen mit dem neuen OS X 10.9 Mavericks soll die WD-Software sogar in manchen Fällen zum Datenverlust führen.

WD SmartWare ist etwas Ähnliches wie Apple Time Machine, funktioniert nur weniger gut.

WD Drive Manager ist zum einen eine weitgehend sinnlose Statusanzeige und dient zum anderen der Steuerung der „RAID“-Funktion bei externen WD-Festplattensystemen mit mehr als einem Laufwerk. Aber wer ein derartiges „RAID“-System verwendet, sollte ohnehin besser sofort eine neue Festplatte kaufen.

Also weg damit.

 

 

OS X 10.9 und Adobe Creative Suite

23. Oktober 2013

MavericksApple hat OS X 10.9 „Mavericks“ freigegeben. 10.8 „Mountain Lion“ war mit 16 EUR schon ausgesprochen günstig, Mavericks ist jetzt im Mac App Store sogar kostenlos zu haben. Im Detail ist es schneller, sicherer und besser, und auch wenn vieles auf den ersten Blick gleich aussieht, darf man sich freuen, daß das Adreßbuch und der Kalender ihre bisherige gestalterische Albernheit abgelegt haben.

Die meisten Programme, die unter OS X 10.8 laufen, sollten sich auch mit 10.9 vertragen, aber es gibt immer ein paar Problemfälle. Deshalb sollte man nie seinen Arbeits-Mac aktualisieren, wenn dringende Aufträge anstehen und kein Ausweichgerät zur Verfügung steht.

Wer noch – verwurzelt in Ursprung und Tradition – mit der Adobe Creative Suite CS5.5 arbeitet, oder gar mit älteren Versionen, sollte dazu vielleicht die offizielle Stellungnahme von Adobe lesen. Demnach funktionieren CS6 und CC (Creative Cloud, die neue Mietversion) uneingeschränkt mit OS X 10.9. Zu früheren Versionen mag sich Adobe nicht so recht äußern, nur für Photoshop mag man eine halbe Hand ins Feuer legen. Vielleicht verständlich, sind ja Illustrator und InDesign selbst bei bestem Wetter scheue Rehe.

Ganz unabhängig davon kann aber die Aktualisierung auf Mavericks dazu führen, daß die Adobe-Programme, mindestens der Creative Suite CS5.5, überhaupt nicht mehr starten: Nach Klick im Dock hüpfen sie nicht einmal. Auch Photoshop ist dann davon betroffen.

Wenn man die Programme im Terminal händisch zu starten versucht, wird ein Fehler -10658 gemeldet.

Das scheint daran zu liegen, daß die Creative Suite nur starten kann, wenn Java installiert ist. Bei der Aktualisierung auf Mavericks wird eine ggf. vorhandene Installation der früher von Apple serienmäßig ausgelieferten Java-Version 6 offenbar entfernt, und die früher übliche automatische Aufforderung zur Installation von Java, die beim ersten Starten der Creative Suite noch auf OS X 10.8 Mountain Lion erschien, kommt auch nicht mehr.

Einmal erkannt, ist das Problem schnell gelöst. Man lädt von Apple die neueste verfügbare Version von Java 6 und installiert sie. Derzeit ist das Java für OS X 2013-005, Apples Fassung von „Java SE 6 1.6.0_65“. Klingt gut, ist gut – jedenfalls startet die Creative Suite CS5.5 wieder. Was will man mehr!

USB 3.0 Hubs

25. Mai 2013

EX-1188HMSAlle neuen Macs haben USB 3.0. Viele haben dafür kein FireWire, was man allerdings bei Bedarf leicht nachrüsten kann.

Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit, denn USB 3.0 ist zehnmal so schnell wie das bisherige USB 2.0 und damit endlich wieder schneller als fast alle Festplatten – und übrigens auch wesentlich schneller als FireWire.

Die meisten Festplatten mit USB 3.0 funktionieren gut, auch wenn es Ausreißer gibt, wie ein beliebtes Modell, das sich gerne im Betrieb spontan abmeldet und erst nach Aus- und Wiedereinschalten überhaupt wieder als USB-Gerät zu erkennen gibt. (Es hat übrigens einen USB-Controller-Chip von VIA mit Firmware-Version 3.0.7.)

Anders sieht es leider bei den Hubs aus. Die meisten USB 3.0 Hubs, die ich bisher getestet habe, sind fehlerhaft und funktionieren schlecht bis gar nicht. Bei der Einführung von USB 2.0 vor vielen Jahren gab es übrigens ähnliche Kinderkrankheiten.

Wenn man USB 3.0 Festplatten über ein Hub anschließt, muß man im schlimmsten Fall damit rechnen, daß die übertragenen Daten still und heimlich beschädigt werden. Man kann sich fast schon glücklich schätzen, wenn nur ab und zu die Verbindung verlorengeht.

Nur Hubs mit dem Controller-Chip GL3520 von Genesys Logic haben in meinen Tests noch keine Fehler gezeigt. Im Bild zu sehen ist ein Hub EX-1188HMS von exsys, das diesen Chip verwendet, und es hat schon unter Last mit 7 Festplatten über mehrere Tage hinweg alle Daten fehlerfrei übertragen. Leider ist dieser Controller-Chip weder billig noch verbreitet, aber manchmal lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben.

QuarkXPress und Mountain Lion

2. April 2013

Quark-Logo

QuarkXPress 9 bietet automatische Updates, die sich in den Systemeinstellungen (Quark Update) steuern lassen. Da ist man immer auf dem neuesten Stand. Richtig?

Falsch. Die automatische Aktualisierung bringt z. B. Quark von Version 9.2.1 in zwei Schritten auf 9.3.0 und 9.3.0.2, dann ist Schluß. Für Mountain Lion (OS X 10.8) braucht man aber mindestens die neuere Version 9.3.1, denn ältere  Versionen stürzen auf dem neuen Betriebsystem gerne aus verschiedenen Gründen ab.

Mittlerweile gibt es schon Version 9.5.1 – Quark Update schweigt sich dazu aus.

Da hilft nur eins: Update direkt von der Website herunterladen, aktuell hier. Zum Download muß man sich mit einem „Download-Login“ anmelden. Das ist kostenlos, dient auch zum Download von Demo-Versionen und ist unabhängig vom Kundenkonto bei Quark. Warum so kompliziert? Das weiß nur Quark.

Jedenfalls läuft QuarkXPress 9.5.1 auf Mountain Lion wieder zuverlässig.

Lüfterwartung im MacBook Pro

24. Februar 2013

Staub im MacBookWarum blasen die Lüfter bei diesem MacBook Pro Unibody lautstark bei der geringsten Beanspruchung? Ob es etwas damit zu tun hat, daß seine Besitzerin nicht nur raucht, sondern außerdem mit Textilien handelt? Am besten schauen wir mal rein – im Bild ist der Lüfter aus dem Weg geklappt, und wir blicken auf die Rippen des Kühlkörpers.

Ach so!

Kleiner Tipp: viele ältere MacBooks können eine RAM-Erweiterung gut vertragen und stellen sich danach den modernen Anforderungen mit neuer Kraft. Bittet doch den Händler Eures Vertrauens, dabei gleichzeitig die Lüfter zu entstauben. Auch andere Rechner verdienen ein bißchen Pflege.

So wird das iPhone „5“ aussehen

30. August 2012

Am 12. September wird das nächste iPhone vorgestellt, soviel ist (nahezu) sicher. Fast genauso sicher ist jetzt, daß es wie ein langgezogenes iPhone 4 aussehen wird, ebenso breit, aber mit einem höheren Bildschirm. Damit findet eine zusätzliche Zeile Icons auf dem Home-Screen Platz, oder mehr Text, oder im Querformat Videos im Format 16:9, und Apple kann sich endlich auch eines 4″-Bildschirms rühmen.

Die Auflösung beträgt vermutlich in der Breite wie gehabt 640 Pixel, während in der Höhe 192 Pixel hinzukommen, im Ergebnis 1152 statt der bisherigen 960. Entwickler müßten ihre Apps so nur in einer Richtung anpassen, und ein Textfeld oder eine Webseitenansicht, die sich auf- und abwärts scrollen läßt, kann man strecken, ohne alle Grafiken neu zeichnen zu müssen.

Die chinesische Website SINOCET hat neue Fotos veröffentlicht, die den Bildschirm des nächsten iPhone im Vergleich zum iPhone 4 zeigen. Keine Angst, das Grün ist bestimmt nur eine Schutzfolie! [Korrektur: Offenbar kann man inzwischen auf dem grauen Markt kompatible, bunte Glas-Tauschteile für iPhone 4 und 4s in dieser und in anderen grauenhaften Farben kaufen. Ach so.]

Übrigens wird der Bildschirm zwar größer, aber auch dünner. Mit der sogenannten „In-Cell“-Technik werden die Sensoren für die Touchscreen-Funktion in die bildgebenden Zellen des LCD-Panels integriert. Dadurch spart man sich die bisher zusätzlich notwendige Schichtdicke für das aufgeklebte Touch-Panel.

Bleibt nur noch die Frage, wie das nächste iPhone heißen wird. Alles ist möglich, aber „iPhone 5“ wird es wohl eher nicht werden.