MacBook Pro 2016 mit Touch Bar

6. November 2016

MacBook Pro mit Touch BarEndlich hat Apple die neuen Modelle des MacBook Pro vorgestellt, auf die wir alle so lange gewartet haben.

Es war schon viel darüber zu lesen, von Begeisterung bis Entrüstung, und wie immer fehlen auch nicht die Stimmen: „Apple hat den Faden verloren! Das Ende ist nah!“ Wirklich? Ich sehe das so…

Preis

Mit den neuen MacBook Pro hat Apple die Einstiegspreise deutlich angezogen. Das sind jetzt Geräte für eine ernsthafte und intensive Nutzung. Wer ein Zweitgerät braucht oder ein bißchen surfen und Emails bearbeiten möchte, wird eher zu einem 12″ Retina MacBook oder einem MacBook Air greifen, oder zu einem iPad.

Das günstigste MacBook Pro 13″ der neuen Serie wird für 1.700 € angeboten und ist damit 300 € günstiger als das mittlere Modell für 2.000 €, aber ihm fehlen Anschlüsse (es hat 2 Thunderbolt/USB-C Ports statt 4) und die neue Touch Bar, somit auch der Fingerabdruck-Sensor (Touch ID) und der T1-Prozessor mit „Secure Enclave“ für kommende sicherheitsrelevante Anwendungen wie Apple Pay. Zudem ist der Prozessor deutlich langsamer.

Den meisten Kunden würde ich ein Upgrade der RAM-Ausstattung von 8 auf 16 GB Arbeitsspeicher empfehlen, und die 256 GB SSD ist für viele auch zu knapp bemessen, da wären 512 GB besser.

Beim Gerät mit Touch Bar kommen wir mit 16 GB RAM und 512 GB SSD auf einen Endpreis von 2.440 €. Nicht zu vergessen sind die Adapter von USB-C auf USB-A, Thunderbolt 2, HDMI oder was da noch anfällt, jeder hat einen anderen Bedarf, aber mit 60 € ist man gut dabei. Insgesamt stehen also 2.500 € auf dem Einkaufszettel. Die 300 €, die man sparen könnte durch Verzicht auf Touch Bar und den Rest, wären vielleicht am falschen Ende gespart.

Für diesen durchaus stolzen Preis bekommt man ein starkes, ausgewogenes, außergewöhnlich leichtes Gerät mit einem hervorragenden Bildschirm, das auch zwei hochauflosende zusätzliche Monitore bis 5K Auflösung ansteuern kann.

Ach, Moment, und was ist mit dem 15″? Hier ist die Auswahl etwas einfacher, es gibt sowieso nur 16 GB RAM, und den Mehrpreis von 240 € für 512 statt 256 GB SSD sollte man wirklich gleich mit einrechnen, denn der Flash-Speicher läßt sich wie beim 13″ mit Touch Bar später nicht mehr erweitern. Ohne CPU und Grafikprozessor noch weiter hochzurüsten kommt man dann auf 2940 €, macht mit ein paar USB-C-Adaptern rund 3000 €.

Für 500 € mehr bekommt man gegenüber dem 13″ einen größeren Bildschirm, einen Quad-Core statt Dual-Core Prozessor, einen zusätzlichen Grafikprozessor, und 500 Gramm mehr Gewicht.

Wer’s braucht, der braucht’s, und weiß das auch.

Ist das zu teuer?

Etwas mehr als die Hälfte kostet das bewährte MacBook Air 13″ 256 GB SSD. (Man könnte weiter sparen und sich mit 128 GB begnügen, aber dann sollte man auch nur mit Texten, Zahlen und Konzepten arbeiten, nicht mit Bildern.)

Anders als beim neuen MacBook Pro kann man beim MacBook Air im SD-Kartensteckplatz bis zu 200 GB zusätzlichen Speicher als nahtlose Erweiterung unterbringen für ein Archiv an Daten, die nicht ständig benötigt werden. Mehr als 8 GB RAM sind nicht verfügbar, auch diese Entscheidung fällt also leicht.

Über zwei USB 3.0 Anschlüsse und einen Thunderbolt-Port kann man bewährte Zusatzgeräte ohne weitere Adapter anschließen.

Auf einen Retina 5K Monitor muß man verzichten, dafür fehlt sowohl der nötige Anschluß als auch die passende Rechenleistung, und auch der integrierte Bildschirm hat keine Retina-Auflösung.

Für den Preis ist es aber ein gutes Gerät.

Doch lieber Retina?

Dann gibt es noch das MacBook 12″ Retina. Das ist etwas Besonderes, es erinnert ein bißchen an das erste MacBook Air. Auf kleinstem Raum bietet es eine durchaus überraschende Leistung und einen 12″ Retina-Bildschirm, aber alles ist auf das kompakte Format abgestimmt. Der Akku schafft deutlich weniger Stunden als bei MacBook Air und Pro, und es hat nur einen einzigen USB-C-Anschluß, über den es auch seinen Strom bekommt. Es hat keinen Lüfter, und deshalb – und wegen des kleinen Akkus – ist ein sparsamer Prozessor eingebaut, der mit seinen großen Brüdern nicht mithalten kann.

Dafür ist das MacBook fast so kompakt wie ein iPad und ist in vier Farben erhältlich, neben dem Silber und Dunkelgrau des MacBook Pro auch in Gold und Roségold. Mit einem Einstiegspreis von 1.450 € für das kleine Modell mit 256 GB SSD bleibt es trotzdem ein Gerät für die, denen ein kompaktes und leichtes Format wichtiger ist als andere Dinge.

Ich habe eins und möchte es nicht missen, aber es ist trotz allem mein Zweitrechner.

Oder doch nicht ganz modern?

Am Ende bleibt natürlich noch ein anderer Weg. Vielleicht gibt es ein älteres Gerät, das man doch noch aufrüsten kann – bei den Modellen mit DVD-Laufwerk ist das unkompliziert. Alle Unibody-MacBook (Pro) vertragen mindestens 8 GB RAM, ab 2011 sind es 16 GB, und wenn man die mechanische Festplatte durch eine SSD ersetzt, wird man das alte Stück kaum wiedererkennen, so schnell ist es plötzlich.

Das mache ich gerne, und manchmal habe ich ältere und auch nicht ganz so alte gebrauchte Geräte im Verkauf, die bestimmt weniger kosten als das neue, wundervolle MacBook Pro mit Touch Bar.

El Capitan ist noch ganz gut

26. September 2016

Gerade hat Apple die neue Version von OS X herausgegeben. Nein, Moment, jetzt heißt es ja macOS – also jetzt ist macOS 10.2 verfügbar und wird im App Store angeboten. Spannend!

Oder etwas zu spannend? Manche Neuerungen sind gewöhnungsbedürftig, ein paar sogar nicht ganz ausgereift. Bis zum Ende des Jahres könnte man da vieleicht noch abwarten.

Aber was tun, wenn man noch ein altes Betriebssystem installiert hat? OS X 10.10 (Yosemite) und älter gehört schon bald in die zweite Liga und bekommt nicht mehr alle Sicherheitsupdates. Wer kann, sollte besser mit aller Vorsicht auf 10.11 aktualisieren. Im App Store wird aber nur noch macOS Sierra angeboten.

Es sei denn, man nimmt die Hintertür. Über diese Web-Seite bietet Apple nämlich noch El Capitan im App Store zum Download an. Auch wer noch nicht aktualisieren möchte, sollte besser jetzt zugreifen, denn wer weiß, wie lange das noch funktionieren wird.

Update: nur Macs, die zu alt für macOS Sierra sind, können noch El Capitan laden. Wenn man im Bekanntenkreis einen Mac hat, der schon einmal El Capitan installiert hat, kann man dort bei Bedarf das Installationsprogramm erneut aus dem App Store laden, und dann kann man einen USB-Stick nach dieser Anleitung vorbereiten, mit dem man auf jedem Mac installieren kann, der OS X 10.11 verträgt.

SOFORT UPDATEN! OS X Mavericks 10.9.2

25. Februar 2014

MavericksApple hat soeben die Aktualisierung für OS X 10.9 auf 10.9.2 freigegeben. Damit wird insbesondere ein eklatantes Sicherheitsproblem behoben, das seit OS X 10.9.0 besteht und fast alle sicheren Internetverbindungen, die die SSL-Verschlüsselungsfunktionen des Betriebssystems nutzen, unsicher macht. Eine genaue Erklärung liefert Stefan Esser auf heise.de, aber kurz gesagt kann ein privilegierter Netzteilnehmer (die NSA, die Telekom, der Betreiber des Hotel-WLANs) den sicheren Datenverkehr von Safari, Apple Mail, iCloud, (i)Message usw. abhören, einschließlich aller Inhalte und Paßwörter.

Nur Programme, die ihre eigenen SSL-Verschlüsselungsroutinen mitbringen, z. B. Firefox, sind nicht betroffen.

Daher sollten alle Anwender von OS X 10.9.0 oder 10.9.1 sofort auf 10.9.2 aktualisieren, übers Apfelmenü oder mit dem Combo Update von der Apple-Support-Website.

Alle iPhones, iPods und iPads ab iOS 6.0 müssen ebenfalls aktualisiert werden. Leider ist auf dem iPhone 4 und 4S jetzt die Zeit für iOS 6 abgelaufen, denn nur im neuen iOS 7.0.6 ist der Fehler behoben. Lediglich für ältere Geräte, die iOS 7 nicht vertragen (z. B. iPod touch 4. Generation) gibt es eine eigene Version 6.1.6. Auch hier gilt: sofort updaten.

MacBook-Lautsprecher aus, Licht an?

1. Dezember 2013

Wenn der Mac-Lautsprecher stumm bleibt, ein rotes Licht in der Kopfhörerbuchse zu sehen ist, und in Systemeinstellungen -> Ton nur noch der „digitale Ausgang“ erscheint, dann ist wahrscheinlich ein kleiner Schalter in der Kopfhörerbuchse verklemmt. Da hilft nur noch eins: Zahnstocher!

kein Mucks

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Apples neue iPhone-Hülle in „Leder“

24. November 2013

Mit dem iPhone 5s hat Apple eine neue Lederhülle vorgestellt, die übrigens auch auf das iPhone 5 paßt. Ich mag Leder.

Der Begriff „Leder“ wird von schwindligen eBay-Sofahändlern zwar inflationär gebraucht, aber auf Apple kann man sich doch bestimmt verlassen, oder etwa nicht? Das alte iPad-SmartCover aus Leder war jedenfalls wunderbar. Im Kleingedruckten auf der Produktseite der neuen iPhone-Hülle im Apple-Store steht sogar:

Das iPhone 5s Case ist aus natürlichem Anilinleder gemacht. Seine Oberfläche verändert sich mit der Benutzung.

Gelesen, bestellt. Anilinleder ist ein durchgefärbtes Leder ohne deckende Pigmentschicht und sollte, bei entsprechender Pflege, würdevoll altern.

Nach zwei Wochen Hosentasche sah meine wertvolle Lederhülle aber schon so aus: Diesen Beitrag weiterlesen »

Festplattensoftware des Grauens

1. November 2013

WD SmartWareAls Faustregel gilt: Software, die vom Festplattenhersteller kostenlos mitgeliefert wird, taugt meist nicht viel – aber Western Digital kann noch mehr. Seit Jahren findet sich auf externen WD-Festplatten die Software WD Drive Manager und WD SmartWare. Gerade WD SmartWare hat schon länger für Probleme gesorgt, aber zusammen mit dem neuen OS X 10.9 Mavericks soll die WD-Software sogar in manchen Fällen zum Datenverlust führen.

WD SmartWare ist etwas Ähnliches wie Apple Time Machine, funktioniert nur weniger gut.

WD Drive Manager ist zum einen eine weitgehend sinnlose Statusanzeige und dient zum anderen der Steuerung der „RAID“-Funktion bei externen WD-Festplattensystemen mit mehr als einem Laufwerk. Aber wer ein derartiges „RAID“-System verwendet, sollte ohnehin besser sofort eine neue Festplatte kaufen.

Also weg damit.

 

 

OS X 10.9 und Adobe Creative Suite

23. Oktober 2013

MavericksApple hat OS X 10.9 „Mavericks“ freigegeben. 10.8 „Mountain Lion“ war mit 16 EUR schon ausgesprochen günstig, Mavericks ist jetzt im Mac App Store sogar kostenlos zu haben. Im Detail ist es schneller, sicherer und besser, und auch wenn vieles auf den ersten Blick gleich aussieht, darf man sich freuen, daß das Adreßbuch und der Kalender ihre bisherige gestalterische Albernheit abgelegt haben.

Die meisten Programme, die unter OS X 10.8 laufen, sollten sich auch mit 10.9 vertragen, aber es gibt immer ein paar Problemfälle. Deshalb sollte man nie seinen Arbeits-Mac aktualisieren, wenn dringende Aufträge anstehen und kein Ausweichgerät zur Verfügung steht.

Wer noch – verwurzelt in Ursprung und Tradition – mit der Adobe Creative Suite CS5.5 arbeitet, oder gar mit älteren Versionen, sollte dazu vielleicht die offizielle Stellungnahme von Adobe lesen. Demnach funktionieren CS6 und CC (Creative Cloud, die neue Mietversion) uneingeschränkt mit OS X 10.9. Zu früheren Versionen mag sich Adobe nicht so recht äußern, nur für Photoshop mag man eine halbe Hand ins Feuer legen. Vielleicht verständlich, sind ja Illustrator und InDesign selbst bei bestem Wetter scheue Rehe.

Ganz unabhängig davon kann aber die Aktualisierung auf Mavericks dazu führen, daß die Adobe-Programme, mindestens der Creative Suite CS5.5, überhaupt nicht mehr starten: Nach Klick im Dock hüpfen sie nicht einmal. Auch Photoshop ist dann davon betroffen.

Wenn man die Programme im Terminal händisch zu starten versucht, wird ein Fehler -10658 gemeldet.

Das scheint daran zu liegen, daß die Creative Suite nur starten kann, wenn Java installiert ist. Bei der Aktualisierung auf Mavericks wird eine ggf. vorhandene Installation der früher von Apple serienmäßig ausgelieferten Java-Version 6 offenbar entfernt, und die früher übliche automatische Aufforderung zur Installation von Java, die beim ersten Starten der Creative Suite noch auf OS X 10.8 Mountain Lion erschien, kommt auch nicht mehr.

Einmal erkannt, ist das Problem schnell gelöst. Man lädt von Apple die neueste verfügbare Version von Java 6 und installiert sie. Derzeit ist das Java für OS X 2013-005, Apples Fassung von „Java SE 6 1.6.0_65“. Klingt gut, ist gut – jedenfalls startet die Creative Suite CS5.5 wieder. Was will man mehr!

USB 3.0 Hubs

25. Mai 2013

EX-1188HMSAlle neuen Macs haben USB 3.0. Viele haben dafür kein FireWire, was man allerdings bei Bedarf leicht nachrüsten kann.

Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit, denn USB 3.0 ist zehnmal so schnell wie das bisherige USB 2.0 und damit endlich wieder schneller als fast alle Festplatten – und übrigens auch wesentlich schneller als FireWire.

Die meisten Festplatten mit USB 3.0 funktionieren gut, auch wenn es Ausreißer gibt, wie ein beliebtes Modell, das sich gerne im Betrieb spontan abmeldet und erst nach Aus- und Wiedereinschalten überhaupt wieder als USB-Gerät zu erkennen gibt. (Es hat übrigens einen USB-Controller-Chip von VIA mit Firmware-Version 3.0.7.)

Anders sieht es leider bei den Hubs aus. Die meisten USB 3.0 Hubs, die ich bisher getestet habe, sind fehlerhaft und funktionieren schlecht bis gar nicht. Bei der Einführung von USB 2.0 vor vielen Jahren gab es übrigens ähnliche Kinderkrankheiten.

Wenn man USB 3.0 Festplatten über ein Hub anschließt, muß man im schlimmsten Fall damit rechnen, daß die übertragenen Daten still und heimlich beschädigt werden. Man kann sich fast schon glücklich schätzen, wenn nur ab und zu die Verbindung verlorengeht.

Nur Hubs mit dem Controller-Chip GL3520 von Genesys Logic haben in meinen Tests noch keine Fehler gezeigt. Im Bild zu sehen ist ein Hub EX-1188HMS von exsys, das diesen Chip verwendet, und es hat schon unter Last mit 7 Festplatten über mehrere Tage hinweg alle Daten fehlerfrei übertragen. Leider ist dieser Controller-Chip weder billig noch verbreitet, aber manchmal lohnt es sich, etwas mehr Geld auszugeben.

QuarkXPress und Mountain Lion

2. April 2013

Quark-Logo

QuarkXPress 9 bietet automatische Updates, die sich in den Systemeinstellungen (Quark Update) steuern lassen. Da ist man immer auf dem neuesten Stand. Richtig?

Falsch. Die automatische Aktualisierung bringt z. B. Quark von Version 9.2.1 in zwei Schritten auf 9.3.0 und 9.3.0.2, dann ist Schluß. Für Mountain Lion (OS X 10.8) braucht man aber mindestens die neuere Version 9.3.1, denn ältere  Versionen stürzen auf dem neuen Betriebsystem gerne aus verschiedenen Gründen ab.

Mittlerweile gibt es schon Version 9.5.1 – Quark Update schweigt sich dazu aus.

Da hilft nur eins: Update direkt von der Website herunterladen, aktuell hier. Zum Download muß man sich mit einem „Download-Login“ anmelden. Das ist kostenlos, dient auch zum Download von Demo-Versionen und ist unabhängig vom Kundenkonto bei Quark. Warum so kompliziert? Das weiß nur Quark.

Jedenfalls läuft QuarkXPress 9.5.1 auf Mountain Lion wieder zuverlässig.

Lüfterwartung im MacBook Pro

24. Februar 2013

Staub im MacBookWarum blasen die Lüfter bei diesem MacBook Pro Unibody lautstark bei der geringsten Beanspruchung? Ob es etwas damit zu tun hat, daß seine Besitzerin nicht nur raucht, sondern außerdem mit Textilien handelt? Am besten schauen wir mal rein – im Bild ist der Lüfter aus dem Weg geklappt, und wir blicken auf die Rippen des Kühlkörpers.

Ach so!

Kleiner Tipp: viele ältere MacBooks können eine RAM-Erweiterung gut vertragen und stellen sich danach den modernen Anforderungen mit neuer Kraft. Bittet doch den Händler Eures Vertrauens, dabei gleichzeitig die Lüfter zu entstauben. Auch andere Rechner verdienen ein bißchen Pflege.